Unsere Geschichte
Die Schinderhexen stellen sich vor
Die Schinderhexen Schramberg präsentieren sich, nach Ihrer Gründung durch Axel Laufer, Volkmar Frühauf im Jahre 1983, erstmals beim traditionellen Umzug am Fasnetsmontag des selben Jahres den Schramberger Narren.
Als dritte Hexenzunft in Schramberg gegründet, traten die Schinderhexen an, das Fasnachtsbrauchtum zu pflegen, und die Schramberger Fasnet zu bereichern.
Der Name sowie die Entstehungsgeschichte der Schinderhexen geht auf den Schinderhannes zurück, der um 1800 im Rheinland sein Unwesen trieb. Bekannt und berüchtigt als Führer einer Räuberbande wird er jedes Jahr als Leit- und Einzelfigur für die Fasnetszeit durch die Schinderhexen zum Leben erweckt, und führt mit der Fahne die Hexen bei ihren Umzügen an.
Besonderes Kennzeichen der Schinderhexen sind die, an beiden Seiten der handgeschnitzten Holzmaske befestigten Pferdeschwänze, welche die langen, zersausten Haare der Hexe symbolisieren sollen, und die Rast und Ruhelosigkeit der Hexen wiederspiegeln. Ein weiterer, an einem Stab befestigter Pferdeschwanz wird von jeder Hexe mitgeführt und dient zum Springen bei Umzügen sowie zum Foppen der Zuschauer. Über der Maske trägt die Schinderhexe statt dem, bei vielen verbreitetem Kopftuch, das Fell eines Winterrehes als Symbol für das Ende der Winterzeit, sowie für die Verbundenheit mit den einheimischen Waldtieren.
Die dominierenden Farben des Hexenkleides sind das Grau der Bluse, das Schwarz des langen Rockes und das Bordeauxrot des Umhanges. Diese Farben finden sich auch in den handgearbeiteten Strümpfen der Hexen wieder. Unter dem schwarzen Rock trägt die Schinderhexe eine lange weiße Spitzenunterhose mit weißen Rüschen an den Beinenden. Eine bunte Schürze die von jeder Hexe in einer anderen Farbe über dem Rock getragen wird, dient zur individuellen Unterscheidung und Häsgestaltung. Schwarze Stoffhandschuhe und Strohschuhe als Schuhwerk der armen Leute, ergänzen das Häs der Schinderhexen.
Als nachweislich erste Hexenzunft in Baden-Württemberg tragen die Schinderhexen Schramberg die Kombination von Winterdecke und Pferdeschwänze an den Holzmasken, was zu dem unverwechselbaren Erscheinungsbild der Hexen führt. Im Vergleich mit anderen Hexen wirkt die Schinderhexe dadurch größer und wuchtiger.
Nach anfänglichen Auftritten mit nur acht Kleidlesträger haben die Schinderhexen Schramberg heute mehr als fünfzig aktive Mitglieder.
Die Seit über zehn Jahre stattfindende Beteiligung der Schinderhexen an dem Abzeichenverkauf der Narrenzunft Schramberg für die Zuschauer der Bach-na-fahrt und des Umzuges am Fasnetsmontag, hat ebenso wie die regelmäßige Teilnahme am traditionellen Montagsumzug mit dazu beigetragen, dass die Schinderhexen fest in das Bild der Schramberger Narrenkleidle bei der Strassenfasnet gehören.
Als Schramberger Hexen und getreu dem, in der Satzung festgelegten Leitsatz – die Schramberger Fasnet zu bereichern – ist es für die Schinderhexen wichtig, mit ihrer traditionellen Brauchtumsvorführung am schmotzigen die Straßenfasnet in Schramberg zu eröffnen. Durch zahlreiche Auftritte und Teilnahmen an Umzügen und Narrentreffen, vertreten die Schinderhexen die Schramberger Fasnet auch weit über ihre Stadtgrenzen hinaus.
Mit einer eigen arrangierten und einstudierten Brauchtumsvorführung, in der die Entstehungsgeschichte der Schinderhexen ihre Geschichte den Narren näherzubringen. In diesem etwas anderen Hexentanz der ca. zehn Minuten dauert, erwecken die Schinderhexen den Schinderhannes für die Fasnetszeit zum Leben, um mit ihm als Anführer ihr Unwesen zu treiben.
Eine besondere Freude ist es für die Schinderhexen, wenn Sie bei ihrem Auftreten mit einem lauten SCHINDER-HEXEN oder einem ebenso lautem SCHINDER-HANNES begrüßt werden.
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